Berliner Büromarkt Rekord

Aller guten Dinge sind drei: Zum dritten Mal in Folge vermeldet der Berliner Büromarkt ein Rekordergebnis. 928.000
qm Vermietungsleistung fuhren die Vermittler nach Zahlen von Angermann Real Estate ein – nach 871.000 qm im
Jahr 2016 und 832.00 qm im Jahr 2015. Die übrigen Maklerhäuser kommen auf ähnliche Zahlen wie Angermann-
Vorstand Tibor Frommold. Die Kollegen von Aengevelt bilanzieren 893.000 qm, Marcus Lehmann von Colliers
International 937.000 qm.

Das Vermietungsergebnis wird aber deutlich über dem Zehnjahresdurchschnitt von ca. 621.000 qm liegen, schaut
Frommold in die Glaskugel. Mutiger gibt sich da Lehmann, der davon ausgeht, dass der Markt Ende 2018 die
900.000-qm-Marke erneut knacken wird.

Mickriger Leerstand ist die Achillesferse

Die hohe Nachfrage bei knappem Angebot treibt die Preise. „Sowohl die Durchschnitts- als auch die Spitzenmiete ist
im Jahresverlauf geradezu explodiert“, sagt Lehmann. Der Durchschnittswert kletterte binnen Jahresfrist um 15% auf
19,15 Euro/qm, die Spitzenmiete um 9% auf 31,30 Euro/qm.

Zalando treibt die Preise

Mit 40% am stärksten kletterten die Preise rund um die Mercedes-Benz Arena, wo sich der Onlinehändler Zalando
derzeit breit macht. Hier liegt der durchschnittliche Mietpreis derzeit bei 27,50 Euro/qm. Um ein Fünftel legten die
Preise in der westlichen Innenstadt zu, wo durchschnittlich 18,30 Euro/qm gezahlt werden. Die Spitzenmiete spricht
dagegen eine ganz andere Sprache: „Für Neuanmietungen im Büroturm des Upper West werden bis zu 42 Euro/qm auf
den Tisch gelegt“, erzählt Lehmann. Die Berliner Mieten werden weiter steigen, da sind sich die Fachleute einig.
„Berlin muss sich mit seiner Spitzenmiete, die 2018 jenseits der 30-Euro-Marke liegen wird, nicht hinter Frankfurt und
München verstecken“, prognostiziert Korablin.

Coworker sind fleißige Mieter

Fleißigste Mieter im vergangenen Jahr waren neben der öffentlichen Hand und den Kreativen die Coworker.
„Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte haben Coworking-Anbieter ihre ohnehin schon stark vorhandene Aktivität
noch mal deutlich erhöht“, sagt Frommold. So zum Beispiel WeWork, das am Potsdamer Platz 13.000 qm vom Markt
nahm. Das sei der größte Deal im letzten Quartal des vergangenen Jahres gewesen. Der dickste Fisch im Gesamtjahr
war Zalando. Der Online-Modehändler unterschrieb im dritten Quartal in Friedrichshain einen Vertrag über 49.000 qm.

Quelle: Immobilienzeitung

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