Berlin als sicherer Hafen

  • Das Interesse internationaler Wohnungskäufer wächst
  • Vor allem zentrale Lagen am Wasser sind gefragt

Berlin, den 26. März 2018

Der aktuelle WEALTH Report von Knight Frank widmet Berlin große Aufmerksamkeit: Die Stadt steht dank der hiesigen Wertsteigerungspotenziale auf Platz zwölf des Prime Residential Index, welcher weltweit die jährliche Wertentwicklung von Premium-Wohnimmobilien abbildet. Hintergrund des starken Interesses der High-Net-Worth-Individuals (HNWI) sind neben der großen Strahlkraft von Berlin als Metropole auch die starke Wirtschaft in Deutschland sowie das hohe Maß an Rechtssicherheit, das sie hier als Bürger eines anderen Staates genießen.

„Berlin ist seit drei, vier Jahren definitiv im Fokus internationaler Käufer angekommen“, sagt Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust GmbH „Sowohl Kapitalanleger als auch potenzielle Selbstnutzer mit Interesse an einem City-Domizil suchen hier nach attraktiven Wohnungen.“ Im Vergleich zu anderen europäischen Gateway-Städten sei Berlin preislich gut aufgestellt und biete starke Mieternachfrage, Markttransparenz und politische Stabilität. Und auch für Berlin als Zweitwohnsitz gäbe es zahlreiche Gründe, wie beispielsweise die preisgünstige und erstklassige medizinische Einrichtungen und eine im Vergleich mit anderen Ländern hervorragende staatliche Ausbildung. „Besonders stark nachgefragt sind zentrale Lagen oder Immobilien am Wasser. Doch das Angebot ist knapp“, sagt Rainer Schorr.

Knight Frank rechnet mit weiter steigenden Preisen

In diesem Sinne rechnet Knight Frank auch in diesem Jahr mit einem weiteren Preisanstieg für Luxuswohnungen in Berlin und prognostiziert ein Preiswachstum um sieben Prozent. Damit ist die deutsche Hauptstadt auf einem Level mit Hongkong und Sydney. Nur Paris liegt mit neun Prozent Wachstum noch darüber.

Im Vergleich dieser Städte präsentiert sich Berlin weiterhin günstig, das zeigt sich insbesondere bei der Frage, wieviel Quadratmeter Investoren in den Top-Städten rund um den Globus für eine Million US-Dollar erwerben können. Danach belegt Monaco als teuerste Stadt den ersten Platz. Für eine Million US-Dollar erwerben Käufer von Luxus-Apartments hier gerade einmal 16 Quadratmeter – die durchschnittliche Größe eines begehbaren Kleiderschrankes. In Hongkong oder New York reicht diese Summe für 22 beziehungsweise 25 Quadratmeter, nach heutigen Maßstäben ein Mikroapartment. In Berlin wären im Luxussegment für eine Millionen US-Dollar immerhin zwei Zimmer oder 77 Quadratmeter zu haben.

Herkunft internationaler Käufer

Darüber hinaus stellt sich die Nachfrage nach Berliner Wohnungen auch insgesamt als sehr robust und stark diversifiziert dar. Deutlich mehr als die Hälfte der Wohnungskäufer lebt bereits ein Berlin. Von den internationalen Interessenten, die derzeit rund ein Viertel der Käufer ausmachen, kommen nach den Untersuchungen von Knight Frank fast die Hälfte aus Nordamerika, Europa, folgt mit 36 Prozent. Das chinesische Interesse an Wohnungen in Deutschland beziehungsweise in Berlin sei dagegen noch sehr unübersichtlich ausgeprägt.

Die wachsende Zuwanderung (+ 40%) aus China lässt allerdings steigende Käufe in Berlin erwarten. Deutliche steigende Zuwanderungssalden sind auch aus anderen wirtschaftlich starken Ländern darunter Südkorea (+ 44%), die Niederlande (+234%) sowie sämtliche Skandinavische Länder zu beobachten. „Da die Menschen aus diesen Herkunftsländern eine Wohnung eher kaufen als mieten, ist in Berlin auch in den kommenden Jahren mit steigenden Verkäufen an ausländische Kunden zu rechnen“, resümiert Rainer Schorr.

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