Dank Denkmal-Afa zum Steuervorteil

Denkmalimmobilien sind nicht nur historisch interessant, sondern dank Denkmal-Afa auch als Kapitalanlage mit Steuerspareffekt äußerst attraktiv. Der Staat setzt mit dem Paragrafen 7i des Einkommensteuergesetzes steuerliche Anreize, um den Erhalt und die Modernisierung von Denkmalschutz-Objekten zu fördern. Als Ausgleich für die im Vergleich zu Neubau- oder Bestandsimmobilien höheren Sanierungskosten können Kapitalanleger, die eine denkmalgeschützte Immobilie erwerben per Denkmal-AfA ihre Sanierungskosten vollständig oder (als Selbstnutzer) zu 90 Prozent steuerlich absetzen. Für die öffentliche Hand ist die Gewährung fiskalischer Vorzüge ein erstrebenswertes Geschäft. Denn besonders erhaltenswerte historische Gebäude werden auf diesem Weg in Eigenregie von privaten Käufern instandgesetzt und vor dem Verfall bewahrt, ohne dass Bundes- oder Landesregierungen eigene Mittel bereitstellen müssen.

Denkmal Afa besonders wirkungsvoll bei vermieteten Immobilien

„Die Denkmalschutz Afa bietet Anlegern in Deutschland eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten zur Steuerentlastung, nachdem die degressive Abschreibung für vermietete Neubauten ebenso wie die Eigenheimzulage weggefallen ist“, sagt Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust GmbH. Unabdingbar hierfür sei allerdings, dass die Immobilie bereits vor Sanierungsbeginn erworben wurde und der Anleger schon während der Arbeiten Eigentümer der Immobilie ist. Dies setze ein gewisses Vertrauen in die erst noch zu erbringende Sanierungsleistung voraus.

Sanierungskosten können vollständig geltend gemacht werden

„Gegenüber Investments in klassische Immobilien bringt diese Form der Sonderabschreibung jedoch einen enormen Vorteil“, erläutert Schorr. Denn wird ein denkmalgeschütztes Objekt saniert und anschließend vermietet, können die gesamten Modernisierungskosten binnen zwölf Jahren geltend gemacht werden. Dabei sind in den ersten acht Jahren jeweils neun Prozent der Sanierungsaufwendungen auf das zu versteuernde Einkommen anrechenbar, in den folgenden vier Jahren sind es jeweils sieben Prozent. Dies ist besonders für gutverdienende Doppeleinkommen-Haushalte attraktiv. Um die Steuerentlastung zu optimieren, aber auch im Hinblick auf langfristigen Vermögensaufbau. Zudem besteht auch bei der Sanierung einer Denkmalschutz-Immobilie die Möglichkeit, zinsgünstige KfW-Darlehen für energetische Sanierung in Anspruch zu nehmen. Bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit beim KfW-Effizienzhaus oder 50.000 Euro bei Einzelmaßnahmen für die energieeffiziente Sanierung des Denkmals.

Modernster Standard in historischer Hülle

Neben der Steuerentlastung kommt für Kapitalanleger ein weiterer Vorteil hinzu: Denkmalgeschützte Immobilien versprechen mit ihrer historischen Architektur und atmosphärischem Flair eine hohe Wohnqualität. „Dieser Produkttyp trifft besonders in Großstädten und Ballungsgebieten auf eine starke Nachfrage, vor allem im akademischen Milieu und der gehobenen Mittelschicht. „Wenn denkmalgeschützte Altbauten durch Modernisierung auf einen hochwertigen Ausstattungsstandard gebracht und zugleich zeitgemäß energetisch saniert werden, dann lassen sich in der Regel deutlich höhere Mieteinnahmen erzielen“, so Schorr. Zudem punkten Altbauten häufig mit ihrem Mikrostandort, liegen sie doch meistens in einem gewachsenen Umfeld, das Behaglichkeit und eine Nachbarschaft mit Geschichte bietet.

Allerdings kommt es auch beim Kauf einer Denkmalimmobilie auf den klassischen Dreiklang „Lage, Lage, Lage“ an, wenn die Immobilie als Kapitalanlage auf Wertstabilität und Wertzuwachs ausgerichtet ist. Hier ist vor allem die Bevölkerungsentwicklung am jeweiligen Standort sowie die Infrastruktur einzubeziehen, damit eine möglichst große Zielgruppe für die Vorzüge des Wohnens im historischen Unikat zu begeistern ist.

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