Steigende Grundstückspreise sorgen für Boom bei Micro-Apartments

Berlin, den 08. August. 2018 – Was früher als Studentenwohnung am Markt geläufig war, erfreut sich seit einigen Jahren unter dem Namen „Mikroapartment“ einer rasanten Nachfrage und Beliebtheit. Steigende Grundstückspreise, fehlende Baulandflächen, teure Quadratmeterpreise in den Städten und die großen gesellschaftlichen Trends wie Singularisierung und damit mehr Ein-Personen-Haushalte sowie eine zunehmende gesellschaftliche Mobilität lassen die Kleinwohnungen zum Boom-Segment werden. „Mikrowohnungen haben längst das Nischendasein verlassen und gehören inzwischen zu den begehrtesten Anlageobjekten bei institutionellen Anlegern ebenso wie bei Privatkäufern“, sagt Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust GmbH. Für Projektentwickler ist dieser Produkttyp ein Verkaufsschlager, vor allem in den Großstädten und Metropolregionen.

Smarte Micro Living-Konzepte für maximales Wohnglück

Mit dem spartanischen Ausstattungsstandard und Pressspan-Flair einer Studentenwohnung haben die neuen Kleinwohnungen bis auf die Quadratmeterzahl allerdings nicht mehr viel gemeinsam. Höherwertig ausgestattet, ästhetisch-modern gestaltet und dabei funktional auf die Bedürfnisse der Zielgruppe ausgerichtet – lauten die Erfolgsfaktoren für das Wohnkonzept auf 20 bis maximal 50 Quadratmetern. Die Apartments sind im Allgemeinen komplett möbliert und punkten häufig mit einer hohen Service- und Ausstattungsqualität, darunter W-Lan, Concièrge- und Reinigungsservice, Fitnessstudio, eine ökologisch-nachhaltige Energietechnik und technische Features für digitale Großstadtnomaden. Das Produkt Micro Living bedient vornehmlich die steigende Nachfrage im hochpreisigen Segment des studentischen, privat finanzierten Wohnens, sodass neben gutgestellten Nachwuchsakademikern, vor allem Fernpendler Manager, Projektmitarbeiter, ausländische Fachkräfte mit temporären Einsätzen und Singles zur Zielgruppe dieses wachsenden Markts zählen. Besonders die urbanen Singles tragen zum Nachfrageaufschwung bei. Inzwischen lebt in vier von zehn Haushalten nur noch eine Person, in Berlin und anderen Großstädten liegt die Quote über 50 Prozent. Dank ihrer überschaubaren Größe sind sowohl Mieten als auch Kaufpreise der Mikro-Apartments für diese Zielgruppe noch vergleichsweise erschwinglich, wenn auch umgerechnet auf den Quadratmeter-Preis überdurchschnittlich hoch. „Besonders in der Start-up und Kreativ-Hauptstadt Berlin, die junge Fach- und Führungskräfte ebenso wie Berufseinsteiger, Nachwuchsforscher und digitale Köpfe anzieht, ist temporäres Wohnen stark nachgefragt, Tendenz weiter steigend“, beobachtet Rainer Schorr. „Aktuell gibt es einige größere Projekte in diesem Segment, darunter zum Beispiel der Postbank-Turm am Halleschen Ufer in Kreuzberg mit Service-Angeboten und Co-Working-Plätzen oder der Wohnturm ‚The Fritz‘ in Mitte“, so Schorr. Besonders der Fritz Tower illustriere diesen Zielgruppenfokus: In idealer Lage in Mitte sind die 266 hochwertig ausgestatteten Apartments mit Co-Working-Space auf Geschäftsleute ausgerichtet, die wochentags in der Hauptstadt leben sowie freizeitorientierte Großstadtpflanzen, die möglichst kurze Wege zur den Vorzügen der Hauptstadt suchen. Gemeinsamer Nenner ist der Wunsch nach Flexibilität, Qualität und Service in zentraler Lage für eine urbane und mobile Nutzergruppe.

Begehrt als Anlageobjekt bei Fonds und Privaten

Die kompakten Wohnlösungen finden auch bei internationalen Unternehmen Anklang, die häufig ganze Etagen in zentral gelegenen Objekten für ihre Fachkräfte anmieten. „Kleinwohnungen gab es auch schon früher, neu sind aber die ausgeprägte Konzeptorientierung und der Grad der Professionalisierung. Dadurch werden die Objekte als Anlageklasse für Investoren spannend“, erläutert Schorr. Auch Privatanleger setzen mangels attraktiver Investmentalternativen zunehmend auf die Assetklasse Micro Living. Angesichts attraktiver Renditeversprechen zwischen vier und sieben Prozent und einem weiterhin niedrigen Zinsniveau ist dies für viele eine lukrative Anlagemöglichkeit, die über Crowdfunding zusätzlich befördert wird. Dass Micro Living den Markt entlasten und zu moderateren Mieten führen wird, ist eher nicht zu erwarten, wie die Erfahrung in Metropolen wie New York zeigt. Denn für gut verdienende Großstadtnomaden ist die Mikro-Wohnung eben häufig nur die im Idealfall gut konzipierte Zweitwohnung auf Zeit.

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