Mehr Platz für Wohnungsbau im Berliner Umland

Berlin-Brandenburger Landesplanungskonferenz beschließt die Erweiterung des „Siedlungssterns“

Berlin, 30.11.2018 – Gute Nachrichten für weiteres Wachstum in der Region: Die Berlin-Brandenburger Landesplanungskonferenz beschließt die Erweiterung des so genannten „Siedlungssterns“ entlang der Bahntrassen von Berlin. Der Siedlungsstern legt die strahlen- und sternförmige Ausbreitung von Wohnsiedlungen im Umland von Berlin fest. Zwei neue Achsen nach Werneuchen und Wandlitz (beide Barnim) wurden in der jüngsten Sitzung der Landesplanungskonferenz vom 6.11.2018 definiert. Eine weitere nach Oberkrämer (Oberhavel) wurde verlängert. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte: „Wir wollen künftig noch mehr Wachstum ermöglichen, aber ohne Wildwuchs.“ Wohnraum solle da entstehen, wo eine gute Verkehrsanbindung, wirtschaftliche Dynamik und eine Einwohnerdichte herrschen, hieß es. Großflächiger Einzelhandel solle an den zentralen Orten konzentriert werden. Der Landesentwicklungsplan soll im Sommer 2019 in Kraft treten.

„Die Entwicklung des Berliner Umlandes schreitet vergleichsweise planmäßig voran“, sagt Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust GmbH. „Aktuell gibt es in den Gemeinden des Metropolenraums ein hinreichendes Wohnungsbaupotenzial.“ Bei der Entwicklung der zugehörigen Infrastruktur verfolge Brandenburg durchaus auch eigene Interessen. Das zeige sich beim Thema Tegel/BER, das in einer Sitzung der Berliner und Brandenburger Landesparlamente behandelt wurde.

Danach bleibt Brandenburg bei der Schließung Tegels. Es habe keine veränderte Haltung gegeben, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Andernfalls drohten große juristische und finanzielle Risiken. Berlin hatte um die Beratung gebeten, weil sich bei einem Volksentscheid in Berlin 56 Prozent der Wähler für eine Offenhaltung von Tegel ausgesprochen hatten. Auch Woidke verwies auf die rechtlichen Grundlagen. Man sei gut beraten, nichts zu unternehmen, was den Planfeststellungsbeschluss für den Großflughafen gefährde.

„Durch den Großflughafen erwartet Brandenburg ein starkes Wachstums Berlins über die südliche und südöstliche Stadtgrenze hinaus“, sagt Schorr. „Schon jetzt profitieren die dort angrenzenden Gemeinden von einem verstärkten Trend ins Umland, der bis auf die 18- bis 30-Jährigen praktisch alle Generationen erfasst hat.

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