Büromärkte: Berlin mit stärkstem Mietpreiswachstum unter den europäischen Metropolen

Berlin, den 17.12.2018 – Der Berlin-Boom hält an: In der Hauptstadt waren am 30. Juni dieses Jahres deutlich mehr als 3,7 Millionen Menschen gemeldet. Allein im ersten Halbjahr 2018 kamen etwa 12.000 Menschen dazu. Das bedeutet zwar einen Rückgang des Zuzugs: Denn in den vergangenen Jahren seit 2011 war Berlin jeweils um eine Größenordnung zwischen 40.000 und 60.000 Menschen gewachsen. Aber grundsätzlich setzt sich die bisherige Wachstumsgeschichte fort.

Dabei hängt der Zuzug nicht zuletzt auch mit dem guten Wirtschaftswachstum und den verbesserten Perspektiven am Arbeitsmarkt zusammen. In Berlin sind die Arbeitslosenzahlen in diesem Oktober auf ein Rekordtief von 7,7 Prozent gesunken. Zugleich weist die Hauptstadt mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent im Bundesvergleich das stärkste Wachstum bei den versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen in den Ländern aus.

So zeigt Berlin von den deutschen Top-7-Metropolen weiter die größte Dynamik in der Schaffung von Büroarbeitsplätzen. Bereits in den vergangenen drei Jahren wuchs die Anzahl der Büroarbeitsplätze in Berlin jährlich um 4,5 Prozent. Zum Vergleich: in München waren es gut 3 Prozent, in Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf jeweils 2 Prozent.

In der Folge ist der Büroleerstand in Berlin in den vergangenen Jahren massiv gesunken von 9 Prozent im Jahr 2006 auf aktuell 2,5 Prozent. „Vor allem mittlere und größere Flächen sind in den City-Lagen sind in den innenstadtnahen Lagen kaum noch zu finden“, berichtet Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust GmbH. „Aber auch kleinere Unternehmen müssten zunehmend auf Randlagen oder ins Brandenburger Umland ausweichen. Dieser Trend wird umso stärker, je mehr das dynamischen Beschäftigungswachstum hinter der Schaffung neuer hochqualitativer Büroflächen hinterher hinkt.“

„Das enorme Wachstum in den Dienstleistungsbereichen und die geringe Flächenverfügbarkeit machen sich auch bei der Entwicklung der Büro- und Gewerbemieten in Berlin bemerkbar“, sagt Rainer Schorr. Gerade erst habe die Ratingagentur Scope für die 20 wichtigsten europäischen Büroimmobilienmärkte die Mietpreisprognosen aktualisiert. Ergebnis: Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Prognosen für sechs Standorte erhöht, für zwölf Standorte wurden sie gesenkt. Die Scope-Analysten erwarten in den kommenden fünf Jahren für Berlin mit durchschnittlich 3,5 Prozent p.a. die höchsten Mietpreiszuwächse. Damit verteidigt Berlin seinen Spitzenplatz im Ranking knapp vor Madrid (3,4 Prozent p.a.).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Buy now