Wachsender Tourismus bringt Impulse für Berliner Immobilienmärkte

Berlin, 13. März 2019 – Im vergangenen Jahr hat Berlin wieder mehr Gäste empfangen. Die Zahl der Besucher stieg um 4,1 Prozent auf 13,5 Millionen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Mitte Februar mitteilte. 32,9 Millionen Übernachtungen in Hotels und Pensionen entsprachen einem Zuwachs von 5,5 Prozent. Damit zog der Berlin-Tourismus 2018 nach einer Wachstumspause im Vorjahr wieder an.

Berlin liege damit unter den Top-3-Reisezielen in Europa, sagt Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust GmbH – 15,09 Millionen Übernachtungen (46 Prozent) entfielen auf ausländische Touristen. 2017 war das Geschäft stagniert. Die Tourismusgesellschaft machte damals vor allem die Pleite der Fluggesellschaft Air Berlin für das schwache Wachstum verantwortlich.

Die meisten Gäste (5,7 Mio.) zog es nach Mitte. Auf Rang 2 folgt Charlottenburg-Wilmersdorf (2,7 Mio.). Nach Marzahn-Hellersdorf kamen lediglich 83.000 Gäste.

„Die insgesamt stetigen Zuwächse bei den Übernachtungen bringen spürbare Impulse für die hiesigen Immobilienmärkte“, sagt Rainer Schorr. Aktuell werden mehr als 143.000 Hotelbetten in der Hauptstadt angeboten – und ihre Zahl wird schon in Kürze die 160.000-Marke erreichen. Nach den Zahlen des Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sind derzeit in Berlin 30 Hotels in Bau und in Planung. Rechnet man auch noch die sechs Hotels hinzu, die am Flughafen BER in Schönefeld errichtet werden, sind es sogar 36 Häuser, in denen zusammen mindestens weitere 15.800 Betten entstehen.

Der Boom am Berliner Hotelmarkt hatte sich in den vergangenen Jahren verlässlich auf immer neue Rekordzahlen bei den Übernachtungen stützen können. So hat die Zahl der Hotelbetten seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 zwar um beachtliche 380 Prozent zugelegt. Zugleich stieg aber auch die Zahl der Übernachtungen von 7,2 Millionen (1990) auf 31,2 Millionen (2017) und hat sich damit vervierfacht, wie Berlins landeseigene Tourismusagentur „Visit Berlin“ errechnet hat.

Diese Entwicklung bringt auch erheblichen Schub für die Arbeitsmärkte. „Aktuell gehen rund 235.000 Beschäftigungsverhältnisse in Berlin auf das Geschäft mit Reisenden und Kongressteilnehmern zurück“, sagt Rainer Schorr. 2018 generierte das Berliner Tagungs- und Kongress-Geschäft einen Gesamtumsatz von 2,63 Milliarden Euro (2017: 2,51 Milliarden Euro). Rund 44.100 Vollzeitarbeitsplätze (2017: 43:200 Vollzeitarbeitsplätze) sichert der Veranstaltungsmarkt in Berlin rein rechnerisch. Die Branche ist damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Berlin.

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