Trotz Flächenknappheit startet Berliner Büromarkt mit Rekordergebnis

Berlin, 18. April 2019 – Der Berliner Büromarkt ist fulminant ins neue Jahr gestartet. Mit einem Flächenumsatz von etwa 244.000 Quadratmetern war die Bilanz der ersten drei Monate noch nie besser. Auch insgesamt stellt der Flächenumsatz des Q1 2019 eines der fünf besten Quartalsergebnisse am Berliner Vermietungsmarkt dar.

Eine ganze Reihe von Großabschlüssen schlägt sich in dem guten Resultat nieder: Hierzu zählen das Bundesministerium für Gesundheit, das mit der Herrichtung der eigenen Immobilie mit 23.200 Quadratmetern in der City-Ost begonnen hat, sowie die Verträge der Fitnesskette McFit Global Group/RSG Group über 19.500 Quadratmeter in der City-West und des Digitalisierungsdienstleisters VW Diconium über 13.900 Quadratmeter in Mitte. Insgesamt waren die Segmente mit über 5.000 Quadratmetern im ersten Quartal stark besetzt: Rund 59 Prozent des Umsatzes wurde mit Abschlüssen in dieser Größenordnung generiert.

„Im Bestand sind diese Flächen allerdings eher selten zu finden“, sagt Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust. „Ein Leerstand von nur 1,6 Prozent und ein stetig rückläufiges Volumen an kurzfristig verfügbaren Flächen führen dazu, dass aktuell ein erheblicher Anteil der Bürovermietungen in Berlin auf Neubauobjekte beziehungsweise auf Projekte im Bau entfällt.“

Entsprechend der hohen Flächennachfrage hat der Bau von Büros in Berlin in jüngster Zeit deutlich angezogen und mit 1,01 Mio. Quadratmetern erstmals seit Mitte der 1990er Jahre wieder die 1 Millionen-Quadratmeter-Marke überschritten. „Dass noch knapp die Hälfte der im Bau befindlichen Flächen für Vermietungen verfügbar sind, ist aus Sicht der Anbieter ebenfalls positiv zu bewerten“, sagt Rainer Schorr. Allerdings werde hiervon voraussichtlich nur rund ein Viertel im nächsten Jahr bezugsfertig. „Viele Unternehmen werden deshalb weiter händeringend nach Büroflächen suchen.“ Und aufgrund des Angebotsengpasses sei beim Mietanstieg kein Ende in Sicht: In den Büroteilmärkten weisen sowohl die Spitzen- als auch die Durchschnittsmieten zum Teil deutlich zweistellige Zuwachsraten auf. Die Höchstmiete im Markt ist binnen Jahresfrist um 9 Prozent auf zuletzt 36 Euro je Quadratmeter geklettert. Die Durchschnittsmiete stieg im gleichen Zeitraum sogar um rund 25 Prozent auf 25,60 Euro je Quadratmeter.

„In den Zahlen spiegelt sich auch der hohe Anteil von Anmietungen in Neubauobjekten wider, die mit einer entsprechenden Miete belegt sind“, sagt Rainer Schorr. „Da Berlin bei der Steigerung der Wirtschaftsleistung das Ranking der Bundesländer weiter anführt, ist mit einer anhaltend hohen Flächenabnahme und mit weiteren Mietsteigerungen zu rechnen.“

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