Anhaltender Preisauftrieb am Brandenburger Immobilienmarkt

Berlin, 02.08.2019 – Der Brandenburger Immobilienmarkt hat sich 2018 wirtschaftlich gut entwickelt, das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses hervor. Zwar verringerte sich die Zahl der Transaktionen mit einem Minus von zwei Prozent leicht. Zugleich konnte der Geldumsatz aber um elf Prozent auf 6,49 Mrd. EUR zulegen.

Spitzenreiter Einfamilienhäuser

Der größte Anteil des Umsatzes entfällt auf das Segment der Einfamilien- und Reihenhäuser und Doppelhaushälften. Mit einem Volumen von 1,862 Mrd. EUR nähert sich dieses Teilsegment allmählich der 2-Milliarden-Euro-Marke. „Viele Berliner zieht es nach Brandenburg, da hier der Traum vom Einfamilienhaus noch bezahlbar ist“, sagt Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust GmbH. „Wichtig ist dabei offensichtlich eine gute Anbindung nach Berlin, ob mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das zeigt die geographische Verteilung der Kauffälle, die sich in gut angebundenen Mittelstädten und entlang der Autoverkehrsachsen, wie der B1, der B109, der B96 und der A13, konzentrieren“.

Eigentumswohnungen im Speckgürtel bleiben stark nachgefragt

Der Markt für Eigentumswohnungen hat sich nicht ganz so dynamisch entwickelt, weist jedoch im Gegensatz zu Berlin sowohl bei den Verkaufszahlen (+2 Prozent) als auch beim Umsatz (+11 Prozent) Steigerungen auf. Räumlich betrachtet ist dieser Teilmarkt deutlich enger gefasst als der für Einfamilienhäuser. Mit Ausnahme der größeren Städte Cottbus, Frankfurt (Oder), Brandenburg an der Havel, Bad Saarow und Eberswalde fanden nahezu alle Verkaufsfälle im Berliner Speckgürtel statt. Der starke Preisanstieg von gut 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr für Eigentumswohnungen im Erstverkauf verdeutlicht die anhaltend hohe Nachfrage.

Preise für Bauland stark gestiegen

Noch stärker schlägt sich das große Neubaubedürfnis in der Entwicklung der Grundstückpreise nieder. Um knapp 22 Prozent auf durchschnittlich 209 EUR ist der durchschnittliche Quadratmeterpreis für baureifes Land im Berliner Umland (BUM) angestiegen. Bei werdendem Bauland (Bauerwartungsland und Rohbauland) fiel das Plus mit 30 Prozent auf 60 EUR je Quadratmeter im Mittel sogar noch höher aus. „Viele Investoren sehen die Zukunft des Berliner Wohnungsmarktes in Brandenburg und verlagern Ihre Aktivitäten dementsprechend. Da verwundert es nicht, dass auch hier die Grundstückspreise steigen,“ resümiert Schorr.

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