ÖPNV-Erreichbarkeit in Berlin weltweit Spitze

Eine Studie der Technischen Universität Turin kürt den Berliner Nahverkehr zum besten unter 32 betrachteten Großstädten aus Europa, Australien und Nordamerika. Dazu untersuchten die Autoren der Studie die Fahrzeiten im öffentlichen Personennahverkehr anhand von Online-Fahrplänen. Auf den Plätzen zwei und drei der Studie folgen Paris und Kopenhagen. „Berlins exzellent ausgebauter ÖPNV trägt nicht nur zur hohen Lebensqualität in der Hauptstadt bei, sondern leistet auch einen enormen Beitrag für die Umwelt“, sagt Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust GmbH. „Darüber hinaus ist die exzellente Erreichbarkeit für viele, insbesondere junge Unternehmen ein entscheidender, wirtschaftlicher Standortfaktor, und damit ein wichtiges Entscheidungskriterium dafür, sich in Berlin niederzulassen.“

Mit 326 Pkw pro 1.000 Einwohner weist die Spreemetropole den geringsten Motorisierungsgrad Deutschlands auf. Über 85 Prozent der Berlinerinnen und Berliner erreichen eine Haltestelle für Bus, Bahn oder Tram innerhalb eines Umkreises von 400 Metern. Die jährliche Fahrgastzahl des ÖPNV hat die Milliardengrenze bereits deutlich überschritten. Der Modal Split, das heißt die Verteilung des Verkehrsaufkommens auf die verschiedenen Verkehrsmittel, entwickelte sich in den vergangenen Jahren deutlich zu Gunsten des ÖPNV und des Fahrradverkehrs. Lediglich für 33 Prozent der Hauptstädter stellt der Motorisierte Individualverkehr (MIV), also Auto oder Motorrad, das Hauptverkehrsmittel dar. Das ist deutschlandweit der geringste Anteil. „Das ist ein positives Zeichen, da besonders der MIV aufgrund seiner hohen CO2-Emission problematisch für die Luftqualität der Stadt und die Umwelt ist“, sagt Rainer Schorr. „Der ÖPNV stellt daher einen wichtigen Teil der Lösung für Umwelt- und Gesundheitsbelastungen in Großstädten und Metropolen dar. Berlin ist hier sowohl im nationalen als auch internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt“.

Im vergangenen Jahr verankerte die Berliner Landesregierung die umwelt- und klimaverträgliche Ausgestaltung des Verkehrssystems im Berliner Mobilitätsgesetz. Eines der Hauptziele ist es, durch die Erhöhung der Attraktivität des ÖPNV, zum Beispiel durch Schaffung weiterer Angebote und die Modernisierung der Bahnhöfe, dessen Anteil am Modal Split zu erhöhen und damit die Reduzierung des CO2-Austoßes in der Hauptstadt zu forcieren.

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