Wohnen gilt als sichere Anlage und wird nach der Corona-Krise noch mehr nachgefragt werden als zuvor

Berlin, 06.04.2020 – Die deutsche Wirtschaft hält den Atem an. Und auch die hiesigen Immobilienmärkte spüren bereits die Folgen der Coronavirus-Krise. Große Fondsmanager halten sich mit ihren Investitionen zurück und legen ihre Akquisitionspläne für Monate auf Eis. Einige sprechen davon, Immobilien in Anbetracht der Krise neu bewerten zu müssen. Ob die momentane Unsicherheit auch eine Finanzkrise mit sich bringt, oder in ihrem Effekt einer längeren Sommerpause eher gleichkommen wird, bleibt abzuwarten. Bei all der Unsicherheit beweisen einige Asset-Klassen des Immobilieninvestments jedoch ihre Resilienz und bleiben relativ wertstabil.

„Die Corona-Pandemie lässt die Nachfrage nach Logistikflächen kurzfristig stark ansteigen dämpft aber die Erwartungen in nahezu allen anderen Bereichen der Immobilienwirtschaft. So müssen Bestandshalter ihre Prognosen nach unten korrigieren, gleich wie diversifiziert das Portfolio auch ist“, sagt Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust GmbH. „Mittel- und langfristig kristallisiert sich Wohnen dabei als stabilisierende Asset-Klasse heraus.“ Die Deutsche Bank etwa erwartet laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht, dass Wohnimmobilien im nächsten Jahr noch attraktiver als vor der Krise sein werden. „Angesichts der Kursverläufe im März sind Mietrenditen von durchschnittlich 4,0% pro Jahr ein Lichtblick in einer Welt voller Fragezeichen und mit wenigen Gewissheiten.“

Als ein langfristig stabiler Trend erweist sich dabei die Berliner Wirtschafts- und Einkommensentwicklung. Das bestätigte unlängst das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Ende März veröffentlichte es detaillierte Ergebnisse. Darin war zu lesen, dass das Berliner BIP 2019 um 3,0 Prozent wuchs (im Vergleich gesamt Deutschland 0,6). Damit einher ging auch ein Anstieg der Arbeitnehmereinkommen. Berlin wies, wie bereits 2017 und 2018, mit durchschnittlich 4,6 Prozent den höchsten Anstieg am Arbeitnehmereinkommen aller Bundesländer auf – direkt gefolgt von Brandenburg mit 4,2 Prozent.

„Die positive Kaufkraftentwicklung wird auch langfristig bestehen bleiben“, sagt Rainer Schorr. „Wenn man sich Berlins Wirtschaftsprofil genauer anschaut, dann wird dieses vom Dienstleistungssektor dominiert. Vor dem Hintergrund einer wachsenden Zahl von Strukturkrisen hat das große Vorteile. Insbesondere der steigende Anteil der industrienahen IT-Dienstleitungen wird sich bei der Kaufkraft und bei der Immobiliennachfrage spürbar bemerkbar machen.“

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