Infrastruktur für das Umland: Die S-Bahnverbindung nach Dahlewitz bringt Investitionspotential

Berlin, 04. Mai 2020 – Das Brandenburger Umland wächst. Mehr als 300.000 Menschen pendelten vor der Corona-Krise täglich zwischen Berlin und Brandenburg, Tendenz steigend. Dieser Trend dürfte sich nach Bewältigung der Pandemie fortsetzen. Dabei ziehen nicht nur immer mehr Menschen in die entstehenden Siedlungen am Stadtrand. Große Unternehmen haben in Berliner Randgebiete investiert. In Grünheide will der Elektroautobauer TESLA eine Gigafactory errichten und bis zu 12.000 Menschen beschäftigen. Ebenfalls im Südosten Berlins entsteht der Flughafen BER mit einem erwarteten anfänglichen Passagieraufkommen von etwa 25 Millionen Menschen pro Jahr. Im Umfeld des Flughafens werden in den kommenden Jahren schätzungsweise weitere 60.000 bis 70.000 Arbeitsplätze entstehen. Die Länder Berlin und Brandenburg haben gemerkt, dass sie vor dem Hintergrund des anhaltenden Wachstumstrends der Region den Ausbau ihres Verkehrsnetzwerkes dringend vorantreiben müssen. Das Ergebnis ist ein weiteres Projekt.

Weichen müssen gestellt werden
Mit dem sogenannten „Infrastrukturprojekt i2030“ wollen Berlin und Brandenburg sowie die Deutsche Bahn und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) den Streckenausbau in Berlins Umland fortführen. Teil des Milliardenvorhabens ist eine Expressstrecke zum BER sowie unter anderem der Streckenausbau nach Rangsdorf im Süden Berlins. Die Pläne dafür sind nun konkret geworden und seit Mitte März gibt es eine Finanzierung. Das Land Brandenburg investiert selbst 16 Millionen Euro in den Ausbau der S-Bahnlinie 2, weil es die Region stärken möchte, denn letztlich zählt der politische Wille. Entlang der fünf Kilometer Verlängerung entstehen bis 2030 die neuen Stationen Dahlewitz, Dahlewitz-Rolls-Royce und Rangsdorf. An der Endstation sollen die Fahrgäste auch in die Regionalbahn umsteigen können.

Bessere Infrastruktur für Berlins Süden
Das Gewerbegebiet Dahlewitz sticht durch eine ganze Reihe erfolgreicher Unternehmensansiedlungen hervor. Unter ihnen auch das Werk des Triebwerkherstellers Rolls-Royce, welcher dort 2.000 Menschen beschäftigt und dazu beiträgt, dass der Landkreis Teltow-Fläming heute zu den wirtschaftskräftigsten Landkreisen in den neuen Bundesländern zählt. „Der Ausbau der Bahnanbindung brandenburgischer Gemeinden an Berlin macht einen Umzug in den Speckgürtel noch attraktiver und wird auch dem Grundstücksmarkt zu einem weiteren Entwicklungsschub verhelfen“, sagt Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust GmbH. „Die berlinnahen Teile des Landkreises Teltow-Fläming werden als Wirtschaftsstandort weiter an Bedeutung gewinnen, wenn nach etwa 70 Jahren wieder eine S-Bahn Berlins Innenstadt mit Dahlewitz verbindet.“ Dabei schätzt der VBB, dass die Zahl der Fahrgäste Richtung Rolls-Royce und Rangsdorf um etwa 50 Prozent steigen wird. „Zweifellos werden volle Züge in diese Richtung unterwegs sein. Allerdings wird es auch umgekehrt mehr Menschen geben, die morgens nach Berlin unterwegs sein werden“, ergänzt Schorr.

Berlins Süden rückt näher
Erwiesenermaßen profitieren Gemeinden mit einer direkten S-Bahnanbindung von vermehrtem Zuzug. Das ausschlaggebende Argument für den Umzug ins Umland ist vor allem die Nähe zur Stadt. Und da diese maßgeblich über die Dauer des Weges zur Arbeit definiert wird, steht für Dahlewitz fest, dass es mit den neuen S-Bahnstationen bis 2030 näher an Berlin rücken wird. „Ein Infrastrukturprojekt wie dieses ist ein maßgeblicher Faktor für eine mittel- und langfristig positive Entwicklung einer Region. Eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr verbessert die Lebensqualität im Berliner Umland nachhaltig. Wir können daher im Landkreis Teltow-Fläming, und in Dahlewitz im Besonderen, von mittelfristig steigenden Grundstückspreisen ausgehen“, schließt Schorr. „Es bieten sich hier interessante Investitionsmöglichkeiten.“

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