Wohnimmobilien sind die Geldanlage der Stunde

Berlin, 22. Juni 2020 – Wohnen kann man nicht ersetzen. Das ist einer der Hauptgründe, warum eine Vielzahl an Experten davon ausgeht, dass die Wohnungswirtschaft wesentlich glimpflicher durch die aktuelle Coronavirus-Krise kommen wird als beispielsweise Einzelhandelsimmobilien. Denn Wohnen müssen die Menschen immer und die Angebotssituation ist vielerorts schlecht. Daran rüttelt auch das Coronavirus nicht. Aktuelle Zahlen vom Statistischen Bundesamt lassen auch keine schnelle Verbesserung der Situation erkennen. Zwar wurden 2019 mit 293.000 neuen Wohnungen die meisten Fertigstellungen seit zwanzig Jahren erreicht. Dennoch wurde die von der Politik ausgegebene Zielmarke von 380.000 Wohnungen deutlich unterschritten.

In seiner Begrüßungsansprache zum ersten virtuellen Deutschen Immobilientag 2020 betonte IVD-Präsident Jürgen Michael Schick, dass sich in der Krise gezeigt hat, wie wichtig ein sicheres Eigenheim sei. Ferner wies er darauf hin, dass aufgrund des niedrigen Zinsniveaus der Kauf von Wohneigentum ein gutes Investment darstellt und trotz der teilweise hohen Preise für viele Deutsche auch realisierbar sei. Gemäß einer IVD-Umfrage würden 75 Prozent der Deutschen gern in den eigenen vier Wänden wohnen, doch nur 48 Prozent tun dies auch. „Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, den Erwerb von Wohneigentum zu erleichtern. Eine der größten Hürden stellen die Nebenkosten dar. Der Wegfall der Grunderwerbssteuer für Selbstnutzer wäre eine Maßnahme, die vielen Mietern den Weg ins Eigenheim ebnen könnte“, sagt Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust GmbH.

Bereits Anfang des Monats kam Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfeldes Finanzmärkte und Immobilienmärkte des IW Köln, im neu vorgelegten Wohnkostenreport ebenfalls zu dem Schluss, dass, wer Wohnungen im Portfolio hat, vergleichsweise gut durch die Coronavirus-Krise kommen könnte. Er begründet dies mit den gesunkenen Baufinanzierungszinsen, die den Erwerb von Wohneigentum für Selbstnutzer im Vergleich zum Mieten attraktiver machten.

Auch der Immobilienbewerter und -berater Wüest Partner vertritt in seiner Analyse zu den möglichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den deutschen Immobilienmarkt die Meinung, dass Immobilienanlagen weiterhin attraktiv bleiben. Neben den niedrigen Zinsen begründen dies die Immobilienexperten dies mit der geringeren Anfälligkeit von Mieteinnahmen im Vergleich zu Einnahmen klassischer Unternehmen, der Talfahrt der Börsen und dem Rendite-Spread zwischen Anlageimmobilien und Staatsanleihen. Wie auch Jürgen Michael Schick in seiner Begrüßungsrede kommen sie zu dem Schluss, dass sich institutionelle Investoren, wie Versicherungen und Pensionskassen, in diesen unsicheren Zeiten verstärkt auf Wohnimmobilien fokussieren werden. „Somit könnte die Wohnungswirtschaft als sicherer Hafen sogar als Gewinner aus der Coronavirus-Krise hervorgehen“, so Rainer Schorr.

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