Wohnungsunternehmen erhöhen Investitionen in Brandenburgischen Wohnungsmarkt

Berlin, 03.08.2020 –Das Berliner Umland punktet bei seinen Bewohnern durch hohe Lebensqualität. Das hat eine Umfrage der Unternehmen des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) unter ihren Mietern ergeben. Besonders positiv schätzen die Befragten die soziale Infrastruktur ein. 87 Prozent gaben an, zufrieden oder sehr zufrieden mit dem Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen zu sein, 86 Prozent mit der Ausstattung an Schulen und 77 Prozent mit der Gesundheitsversorgung. Ausbaufähig seien dagegen ÖPNV-Anbindung (66%) und digitale Infrastruktur (59%).

Dass es sich in Brandenburg gut leben lässt, spricht sich herum. Der steigende Zuzug insbesondere aus Berlin in die Gemeinden im Speckgürtel zeugt davon. Für Familien sind neben der hohen Lebensqualität auch die geringeren Wohnkosten ein Argument – hier ist der Traum von den eigenen vier Wänden noch realisierbar und Mieter bekommen mehr Fläche für das gleiche Geld.

Aufgrund der hohen Nachfrage planen auch die BBU-Mitgliedsunternehmen ihre Investitionen in den Wohnungsneubau im laufenden Jahr deutlich auf 805 Millionen Euro zu erhöhen – ein Plus von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den vergangenen fünf Jahren wurden in Brandenburg jährlich rund 10.000 Wohnungen fertiggestellt. Besonders hoch ist die Bauaktivität in den an Berlin angrenzenden Landkreisen. Knapp 85 Prozent der seit 2015 fertiggestellten Wohnungen wurden hier errichtet. Folglich hat sich auch der Wohnungsbestand in diesen Landkreisen am stärksten erhöht. Dennoch liegt die Leerstandsquote im Durchschnitt bei 2,3 Prozent, in einigen besonders stark nachgefragten Gemeinden wie Bernau, Teltow, Wildau und Königs Wusterhausen sogar deutlich unter der 2-Prozentmarke.

„Mit der Eröffnung des BER und der neuen Giga-Fabrik von Tesla sollen südwestlich von Berlin bis 2030 zwischen 60.000 und 70.000 neue Jobs entstehen. Das wird die Wohnungsnachfrage noch weiter befeuern“, sagt Rainer Schorr, Geschäftsführer der PRS Family Trust GmbH. „Auch die Folgen der Corona-Pandemie können zu einem weiteren Nachfrageschub im gesamten Berliner Umland führen. Denn durch die Etablierung von Homeoffice nehmen Pendler längere Strecken in Kauf, da sie nicht täglich den Weg zur Arbeit antreten müssen. Das erweitert das regionale Einzugsgebiet des Arbeitsmarktes besonders dort, wo ein hohes Preisgefälle zwischen Stadt und Umland existiert – was auf den Großraum Berlin zutrifft.“ Laut JLL liegt die Preisdifferenz bei Wohneigentum zwischen Berlin und seinem Umland bei über 2.000 Euro je Quadratmeter. „Im Zuge der hohen Nachfrage ist damit zu rechnen, dass sowohl die Grundstücks- als auch die Immobilienpreise in den kommenden weiter steigen werden“, so Schorr.

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